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Das Schulsystem in Sachsen

Die sächsische Schullandschaft ist so vielfältig wie die individuellen Bildungsbedürfnisse. Unter dem Motto »Jeder zählt!« gibt das sächsische Schulsystem jedem eine Chance. Die sächsischen Schulen führen auf ganz verschiedenen Wegen zum Erfolg, wobei jeder erreichte Abschluss einen Anschluss an eine weiterführende Schule möglich macht. Vielfalt, Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit sind zentrale Merkmale des sächsischen Schulsystems.

Allgemein bildende Schulen gliedern sich in Grundschule (1.–4. Klassenstufe), Mittelschule mit Haupt- und Realschulbildungsgang (5.–9. bzw. 10. Klassenstufe) und Gymnasium (5.–12. Klassenstufe). Weitere allgemein bildende Schulen sind die Förderschulen. Die Vollzeitschulpflicht dauert neun Schuljahre, die Berufsschulpflicht in der Regel drei Schuljahre.

In der vierten Klasse der Grundschule erhalten alle Kinder eine Bildungsempfehlung für die Mittelschule oder das Gymnasium.

Die Mittelschule vermittelt eine allgemeine und berufsvorbereitende Bildung. Sie bietet viele Möglichkeiten für die individuelle Leistungsförderung sowie die Entwicklung spezifischer Interessen der Schülerinnen und Schüler. Damit wird eine gute Basis für die weiterführende berufliche Ausbildung gelegt. Mit erfolgreichem Realschulabschluss am Ende der Klasse 10 der Mittelschule und Erfüllung bestimmter Leistungsvoraussetzungen kann in die 10. Klasse eines allgemein bildenden oder in die 11. Klasse eines beruflichen Gymnasiums gewechselt werden.

Das Gymnasium führt nach acht Jahren zum Abitur und ermöglicht ein Hochschulstudium. Das als Nachweis der Hochschulreife für ganz Deutschland gültige Abitur wird in Sachsen nach zwölf Jahren abgelegt, an beruflichen Gymnasien nach 13 Jahren.

Das Spektrum berufsbildender Schulen umfasst fünf Schularten. Berufsschule und Berufsfachschule vermitteln verschiedene Berufsabschlüsse und bereiten in speziellen einjährigen Bildungsgängen auf eine berufliche Ausbildung oder Tätigkeit vor.

Fachoberschule und berufliches Gymnasium bauen auf dem Realschulabschluss auf; der Abschluss qualifiziert für ein Studium.

Die Fachschule ist eine Einrichtung zur beruflichen Weiterbildung. Organisatorisch sind die öffentlichen berufsbildenden Schulen in beruflichen Schulzentren zusammengefasst. Damit wird ein bedarfsgerechtes flächendeckendes Bildungsangebot gesichert. In der Berufsausbildung gibt es neben den öffentlichen Schulen auch viele Schulen in freier Trägerschaft, die die sächsische Schullandschaft bereichern.

Förderschulen

Schüler, die wegen der Beeinträchtigung einer oder mehrerer Funktionen trotz besonderer Hilfen nicht an den allgemein bildenden Schulen integriert werden können und deshalb einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen, besuchen die allgemein bildenden Förderschulen.

Förderschultypen sind Schulen zur Lernförderung, Sprachheilschulen, Schulen für Erziehungshilfe sowie Klinik- und Krankenhausschulen, Schulen für Blinde und Sehbehinderte, Schulen für Hörgeschädigte, Schulen für geistig Behinderte, Schulen für Körperbehinderte. An den allgemein bildenden Förderschulen können – ausgenommen die Schulen zur Lernförderung und die Schulen für geistig Behinderte – die Abschlüsse der Mittelschule erworben werden.

Begabtenförderung

Als begabt werden in Sachsen Schülerinnen und Schüler bezeichnet, die in einem speziellen Gebiet überdurchschnittliche Leistungen erzielen. Das können zum Beispiel ein besonders ausgeprägtes Sprachenverständnis oder auch herausragende sportliche Leistungen sein. Der Begabtenförderung dienen im Grundschulbereich in erster Linie diejenigen Schulen, die besonders begabte Schüler integrativ durch individualisierte Lernangebote fördern. Danach bieten derzeit 22 sächsische Gymnasien mit vertiefter mathematisch-naturwissenschaftlicher, musischer, sportlicher oder sprachlicher Ausbildung eine Förderung von besonders begabten Schülern an. 2001 wurde zudem das Landesgymnasium St. Afra zu Meißen zur Förderung von hoch- bzw. mehrfachbegabten Schülern eröffnet.

Eine weitere besondere, weil Grenzen überschreitende Form der vertieften Ausbildung stellen binational-bilinguale Bildungsgänge an Gymnasien in Pirna und Görlitz dar. An diesen werden deutsche und tschechische bzw. polnische Schüler ab Klassenstufe 7 in einer Klasse gemeinsam unterrichtet.

Die Beratungsstelle zur Begabtenförderung in Meißen unterstützt seit Februar 2008 interessierte Schüler, Eltern, Lehrer und Schulen.

Erwachsenenbildung und Weiterbildung

Berufstätige können in zwei- oder dreijährigen Kursen auf dem zweiten Bildungsweg an Abendmittelschulen einen Haupt- oder Realschulabschluss nachholen. Das Abendgymnasium führt Erwachsene im drei- oder vierjährigen Unterricht zum Abitur, ebenso die Kollegs über drei oder vier Jahre im Vollzeitunterricht.

Ergänzend bieten 38 anerkannte Weiterbildungseinrichtungen (Volkshochschulen und weitere freie Einrichtungen) für alle Bürger (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren) ein breit gefächertes Weiterbildungsprogramm an.

Hochschulen und Berufsakademie

Die sächsischen Hochschulen stehen für eine hochqualifizierte Ausbildung. Aus ehemals 22 staatlichen Hochschulen sind im Zuge der Umstrukturierung nach dem Ende der DDR vier Universitäten, ein universitäres Hochschulinstitut, fünf Kunsthochschulen und fünf Fachhochschulen hervorgegangen.

Die Leipziger Universität, 1409 gegründet, ist traditionell auf Natur- und Geisteswissenschaften ausgerichtet. Hier studierten schon Goethe, Lessing und Nietzsche.

Die TU Dresden hat ihr Fächerspektrum nach 1989 durch Eingliederung der ehemaligen Medizinischen Akademie »Carl Gustav Carus« und der Hochschule für Verkehrswesen sowie die Neugründung verschiedener Fakultäten erheblich erweitert. Sie ist die Universität mit der höchsten Studentenzahl in Sachsen. Deutlich kleiner sind die TU Chemnitz, die TU Bergakademie Freiberg (älteste montanwissenschaftliche Universität der Welt) sowie das Internationale Hochschulinstitut Zittau, eine universitäre Einrichtung in der Euroregion Neiße für Studierende, die ihr Grundstudium an polnischen, tschechischen oder deutschen Hochschulen bereits abgeschlossen haben. Die Fachhochschulen sind aus ehemaligen Spezial- und Ingenieurhochschulen hervorgegangen und in Forschung und Lehre stark praxisorientiert. Sie haben ihre Tätigkeit mit dem Wintersemester 1992/93 aufgenommen.
Im tertiären Bildungssektor Sachsens besteht das praxisintegrierte Studienangebot der Berufsakademie Sachsen mit ihren sechs staatlichen Studienakademien.

Außerdem gibt es in Sachsen acht Spezial-Hochschulen in privater oder freier Trägerschaft, so die Handelshochschule Leipzig oder die Hochschule für Kirchenmusik Dresden, sowie eine Verwaltungsfachhochschule und eine Polizeihochschule im Geschäftsbereich des Innenministeriums.