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Deutsch Erste Hilfe

Personenbeschreibungen

Eine Personenbeschreibung besteht aus 3 Teilen; Einleitung, Hauptteil und Schluss. Personenbeschreibung werden immer im Präsens verfasst.


Was gehört in die Einleitung?

In einer kurzen Einleitung, ca. 1-2 Sätze nennst du den Anlass deiner Beschreibung.

Beispiel: Beschreibung des Täters zur Fahndung nach einem Verbrechen


Was gehört in den Hauptteil?

In einer Personenbeschreibung geht es, wie der Name schon sagt, darum, eine Person detailliert zu beschreiben. Mache genaue Angaben zum Aussehen der Person: Gestalt, Gesicht, Bekleidung, besondere Kennzeichen, sowie Alter und Geschlecht.

Je nach Anlass, können auch typische Verhaltensweisen und Eigenschaften benannt werden (z.B. wenn nach einer Person mit psychiatrischer Erkrankung gesucht wird).

Es ist wichtig, dass du nicht nur grob das Aussehen einer Person beschreibst, sondern weit ins Detail gehst. Das erreichst du, indem du z.B. statt 'die Person ist groß' einfach 'die Person ist ungefähr 1,80m groß' schreibst.


Was gehört in den Schlussteil?

In den Schlussteil schreibst du, wie die Person auf dich wirkt und in welchen Verhältnis du zu ihr stehst. Diese Angaben sind situationsbedingt und daher optional (der Polizist, der eine Beschreibung zur Fahndung nach einem Täter verfasst, schreibt nicht 'ich kenne den Mann nicht, aber ich bin verantwortlich dafür, dass er gefasst wird').




Zeiten im Aktiv und Passiv

Jede Zeit im Aktiv hat ihre Entsprechung im Passiv.

Tempus/Zeit

Aktivsatz

Passivsatz

Präsens

Tobias macht ein Foto.

Ein Foto wird von Tobias gemacht.

Präteritum

Tobias machte ein Foto.

Ein Foto wurde von Tobias gemacht,

Perfekt

Tobias hat ein Foto gemacht.

Ein Foto ist von Tobias gemacht worden.

Plusquamperfekt

Tobias hatte ein Foto gemacht.

Ein Foto war von Tobias gemacht worden.

Futur I

Tobias wird ein Foto machen.

Ein Foto wird von Tobias gemacht werden.

Futur II

Tobias wird ein Foto gemacht haben.

Ein Foto wird von Tobias gemacht worden sein.




Subjektsätze und Objektsätze

Wir wissen ja bereits, welche Rolle ein Subjekt in einem Satz einnimmt und kennen ebenso die Rolle des Objekts:

→ Subjekt = derjenige, der etwas tut ; Beispiel: Tobias macht ein Foto. (Tobias nimmt die Rolle des Subjekts ein, da er derjenige ist, der etwas tut, in dem Fall ein Foto macht) ; die Frage nach dem Subjekt lautet: Wer oder Was (in dem Fall: Wer macht das Foto?)

→ Objekt = das, was gemacht wird ; Beispiel: Tobias macht ein Foto. (das Foto nimmt die Rolle des Objekts ein, da es von Tobias gemacht wird) ; die Frage nach dem Objekt lautet: Wen oder Was (in dem Fall: Was wird von Tobias gemacht/macht Tobias?)


In einem Satzgefüge, bestehend aus Haupt- und Nebensatz, können sogar ganze Sätze, die Nebensätze, die Rolle des Subjekts oder Objekts einnehmen. Diese Sätze heißen Subjektsätze, bzw. Objektsätze. Sie lassen sich wie das normale Subjekt/Objekt erfragen.


Beispiel 1: Der Chemiker zeigt, wie viele Geheimnisse es in der Natur gibt.

Frage: Wen oder Was zeigt der Chemiker? (Frage nach dem Objekt)

Antwort: Wie viele Geheimnisse es in der Natur gibt = Objektsatz

Beispiel 2: Dass im Chemieunterricht viele Experimente gemacht werden, gefällt den Schülern.

Frage: Wer oder Was gefällt den Schülern? (Frage nach dem Subjekt)

Antwort: Dass im Chemieunterricht viele Experimente gemacht werden = Subjektsatz




Inhaltssätze

Subjekt- und Objektsätze, die den Inhalt von etwas wiedergeben, was man weiß, denkt etc., nennt man Inhaltssätze. Inhaltssätze kann man auf verschiedene Weise bilden.

Beispiele

Formen von Inhaltssätzen

Inhalt

1) Die Hochschullehrer haben beschlossen, dass Kinder die Universität kennen lernen sollen.

Dass-Satz

Unterstrichener Teil: das denken die Hochschullehrer

2) Die Kinder interessiert, was an den Hochschulen erforscht wird.

Indirekter Fragesatz

(aus: Was wird dort erforscht?)

Unterstrichener Teil: das interessiert die Kinder

3) Anfangs wusste niemand,ob die Kinder die Professoren verstehen würden.

Indirekter Fragesatz

(aus: Würden die Kinder die Professoren verstehen?)

Unterstrichener Teil: das wusste niemand

4) Den Universitäten gelang es, die Kinder für die Forschung zu interessieren.

Infinitivsatz

(satzwertiger Infinitiv)

Unterstrichener Teil: das gelang den Universitäten




Adverbialsätze

Adverbialsätze sind Nebensätze , die innerhalb eines Satzgefüges die Rolle einer adverbialen Bestimmung einnehmen.

Was war jetzt noch Mal eine adverbiale Bestimmung?

Adverbiale Bestimmungen helfen, eine Handlung oder ein Geschehen näher zu erläutern. Die bekanntesten adverbialen Bestimmungen sind die des Ortes und die der Zeit.


Beispiel: Tobias hat am 24. Dezember ein Foto auf der Weihnachtsfeier gemacht.

Frage: Wann hat Tobias das Foto gemacht?

Antwort: Am 24. Dezember = adverbiale Bestimmung der Zeit

Frage: Wo hat Tobias das Foto gemacht?

Antwort: Auf der Weihnachtsfeier = adverbiale Bestimmung des Ortes


Beispiel Adverbialsatz: Tobias zeigt ein Foto, welches er am 24. Dezember auf der Weihnachtsfeier gemacht hat.


Es gibt mehrere Typen von Adbverbialsätzen.


Typen von Adverbialsätzen, die man vor allem zum Erklären und Begründen verwendet:


  1. Konditionalsatz

    Wir fragen: Unter welcher Bedingung..? / Wann...?

    Beispiel: Wenn die Kerze brennt, verbraucht sie Sauerstoff.

    Bedingung → Ereignis/Vorgang

    Konjunktionen: wenn; falls; sofern


  1. Konsekutivsatz

    Wir fragen: Mit welcher Folge...? / Mit welcher Wirkung...?

    Beispiel: Die Hitze erwärmt die Luft, sodass sie aus den Gläsern entweicht.

    Handlung/Vorgang → Folge

    Konjunktionen: sodass; so..., dass...


  1. Kausalsatz

    Wir fragen: Aus welchem Grund...? / Aus welcher Ursache...? Warum...?

    Beispiel: Die Flamme wird blau, weil die Luft knapp wird.

    Vorgang/Handlung ← Ursache/Grund

    Konjunktionen: weil; da


  1. Finalsatz

    Wir fragen: Mit welcher Absicht...? / Zu welchem Zweck...? Wozu...?

    Beispiel: Sie schließt das Fenster, damit kein Luftzug die Flamme stört.

    Handlung → Absicht/Zweck

    Konjunktion: damit


  1. Modalsatz

    Wir fragen: Wie...? / Auf welche Art und Weise...?

    Beispiel: Du bereitest das Ei für das Experiment vor, indem du es kochst und pellst.

    Handlung/Vorgang → Art und Weise

    Konjunktionen: indem; dadurch, dass...


  1. Konzessivsatz

    Wir fragen: Trotz welcher Umstände...?

    Beispiel: Es entstand keine zweite Flamme, obwohl sie das brennende Streichholz ans Ende hielt.

    Handlung/Vorgang → Einräumung/nicht wirksame Voraussetzung

    Konjunktionen: obwohl; obgleich; obschon



Relativsätze

Was ist eigentlich ein Relativsatz? Ein Relativsatz nimmt innerhalb eines Satzgefüges die Stellung eines Attributs ein.Ein Attribut erläutert ein Bezugswort näher.


Beispiel: Es gibt sehr teure Sonnenbrillen. ← das Attribut 'sehr teuer', bzw. 'sehr teure', bezieht sich auf das Nomen 'Sonnenbrillen'

(Exkurs: Ein Adverb erläutert das Prädikat, 'Tu-Wort', eines Satzes näher. / Beispiel: Er macht seine Hausaufgaben langsam. ← Das Adverb 'langsam' bezieht sich auf das Verb 'machen', bzw. er 'macht')


Relativsätze werden immer durch ein Relativpronomen eingeleitet: der ; die; das; welcher; welche; welches.


Beispiel: Es gibt Sonnenbrillen, die sehr teuer sind. ← der Nebensatz (Relativsatz) erläutert das Nomen 'Sonnenbrillen' näher




Modus der Verben – Der Konjunktiv II

Indikativ und Konjunktiv sind zwei Aussageweisen in Sätzen, die anzeigen, wie wirklich und sicher eine Aussage ist.


Indikativ: Es wird etwas eindeutig festgestellt; der Sachverhalt,über den dies ausgesagt wird, ist real (Beispiel: Um 7 Uhr morgens gehe ich zur Schule.)


Konjunktiv II: Eine Aussage ist unwirklich, zweifelhaft, nur erdacht, etc. (Beispiel: Ich hätte gerne 1.000.000€.) Vor allem im Fantasien, Träumen oder Wünschen kommt Vorgestelltes häufig vor. Dann verwendest du immer den Konjunktiv II.


Wie wird der Konjunktiv II gebildet?

  1. Der Konjunktiv II wird vom (Indikativ)Präteritum abgeleitet; ein -e wird angefügt.

    Beispiel: Es ging → Es ginge

  2. Verben mit Stammvokal a, o oder u werden umgelautet

    Beispiel: kam → käme; sang → sänge

  3. Sind Konjunktiv II und Indikativ Präteritum auch im Textzusammenhang nicht zu unterscheiden, dann wird meist die würde-Ersatzform gewählt

    Beispiel: wir gingen → wir würden gehen; ich zeigte → ich würde zeigen

  4. die würde-Form wird oft auch in der Umgangssprache für den normalen Konjunktiv II verwendet

  5. altertümlich klingende Formen werden oftmals durch die würde-Form ersetzt

    Beispiel: ich empfähle → ich würde empfehlen


Beispiel:

Indikativ

Indikativ Präsens

Konjunktiv I

Indikativ Präteritum

Konjunktiv II

haben

ich habe

du hast

er/sie/es hat

wir haben

ihr habt

sie haben

ich habe

du habest

er/sie/es habe

wir haben

ihr habet

sie haben

ich hatte

du hattest

er/sie/es hatte

wir hatten

ihr hattet

sie hatten

ich hätte

du hättest

er/sie/es hätte

wir hätten

ihr hättet

sie hätten

sein

ich bin

du bist

es/sie/es ist

wir sind

ihr seid

sie sind

ich sei

du seist

er/sie/es sei

wir seien

ihr seiet

sie seien


ich war

du warst

er/sie/es war

wir waren

ihr wart

sie waren

ich wäre

du wär(e)st

er/sie/es wäre

wir wären

ihr wär(e)t

wie wären



Merkmale einer Kurzgeschichte

  1. kurz, geringer Umfang

  2. unvermittelter Beginn, offener Anfang → handelnde Personen werden nicht genau beschrieben; die Situation beginnt direkt

  3. typisierte Figuren → man hat direkt ein Bild zu der Person im Kopf; typisches Erscheinungsbild, ohne genaue Beschreibung (z.B. Streber = Brille, Hasenzähne...)

  4. offenes Ende → man weiß nicht, wie es weiter geht

  5. max. 1-2 Hauptpersonen

  6. Alltagssituationen → Situation, die man auch im Alltag erlebt (z.B. jmd. hat Vorurteile)

  7. Wendepunkt → es geschieht etwa, dass man nicht erwartet

  8. Leitmotiv → das Leitmotiv kommt immer wieder vor (z.B. Geld: die Personen handeln so, weil sie Geld brauchen)

  9. Chronologische/lineares Erzählen → alles geschieht der Reihe nach, es gibt keine Zeitsprünge



Welche journalistischen Textsorten gibt es?

Meldung: kurz, sachlich, aktuelles Thema; im Präteritum verfasst

Bericht: sachlich, länger und ausführlicher als Meldung; auch Themen, die z.B. eine längere Entwicklung beschreiben; im Präteritum verfasst

Reportage: subjektive Färbung, d.h. Meinung des Journalisten wird deutlich; Menschen vor Ort werden befragt und darüber wird berichtet; kann im Präteritum und Präsens verfasst sein

Kommentar: eigene Meinung des Journalisten zu einem bestimmten Thema; im Präsens verfasst

Glosse: ironischer, überspitzter Kommentar zu einem Thema/Problem



Bauprinzipien für den Hauptteil der dialektischen (Pro-und-Kontra) Erörterung

Anders ausgedrückt: Wie schreibt man eine Argumentation / Erörterung?

In einer Argumentation / Erörterung geht es darum, zwei unterschiedliche Positionen miteinander zu vergleichen und den Leser von der eigenen Meinung zu überzeugen.

Grundsätzliche stelle ich immer eine These und die entsprechende Gegenthese (z.B. These: Globalisierung ist gut – Gegenthese: Globalisierung ist schlecht) auf. Zu beiden Seiten muss ich jetzt Argumente finden, welche die These stützen und das ganze noch zusätzlich mit Beispielen belegen (z.B.: These: Globalisierung ist schlecht / Argument: Globalisierung ist u.A. für den Klimawandel verantwortlich / Beispiel: durch globalen Handel werden Waren von A nach B transportiert, was zu einem höheren CO2-Ausstoß und damit zur Verstärkung des Treibhauseffekts führt).

Grundsätzlich besteht auch eine Erörterung aus 3 Teilen: In der Einleitung nennst du den Grund deiner Erörterung, im Hauptteil nennst du die Thesen und belegst/erörterst diese (wie oben beschrieben) und im Schluss gibst du wieder, zu welchen Erkenntnissen du gelangt bist (wenn du deine Meinung gegen eine andere durchsetzen sollst, steht im Idealfall deine Meinung im Schlussteil; du kannst jedoch im Verlauf deiner Erörterung deine Meinung wechseln).

Den Hauptteil einer Erörterung kannst du wie folgt gestalten:


Das 'Sanduhr-Prinzip'

These (Gegenposition)

Argument 1 + Stütze das wichtigste Argument

Argument 2 + Stütze

Argument 3 + Stütze das unwichtigste Argument

These (eigene Position)

Argument 1 + Stütze das unwichtigste Argument

Argument 2 + Stütze

Argument 3 + Stütze das wichtigste Argument


Das 'Pingpong-Prinzip'

These →

Gegenthese →

Argument (Stützung der These) →

Gegenargument (Stützung der Gegenthese) →

Argument (Stützung der These durch Entkräften des Gegenarguments) →

Gegenargument (…) →

Argument (…) →





Merkmale des Erzählens

Was ist der Unterschied zwischen Autor/in und Erzähler/in?

Innerhalb einer Erzählung / eines Romans / etc. unterscheidet man zwischen Autor/in und Erzähler/in.

Der Autor ist derjenige, der die Erzählung / den Roman / etc. verfasst, der Erzähler ist quasi ein 'Geschöpf' des Autors, welches die Geschichte erzählt. Der Erzähler selbst kann Teil der Geschichte sein, muss es aber nicht.


Welche Erzählformen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Erzählformen; der Ich-Form und der Er-/Sie-Form.

Beispiel 1: Sie sah mir tief in die Augen und noch bevor ich Zeit zu reagieren hatte, traf ihre Hand meine linke Wange. (Erzähler selbst ist Teil der Geschichte)

Beispiel 2: Sie sah ihm in die Augen und schlug mit aller Kraft zu. (Erzähler selbst ist nicht Teil der Geschichte)


Was ist das Erzählverhalten?

Das Erzählverhalten beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie der Erzähler das Geschehen wiedergibt / erzählt. Der Erzähler kann innerhalb der Erzählung / des Romans / etc. verschiedene Rollen einnehmen und aus verschiedenen Perspektiven heraus berichten. Das Erzählverhalten lässt sich in drei verschiedene Formen unterteilen:


  1. personaler Erzähler:

    Der Erzähler übernimmt die Sicht einer der handelnden Figuren. Die Darstellung ist beschränkt auf das, was die Figur sehen, hören und wissen kann.

  2. Auktorialer (allwissender) Erzähler:

    Der Erzähler erklärt, kommentiert und bewertet das Handeln der Figuren. Er ist meist nicht Teil der handelnden Figuren und kann auf zukünftige Ereignisse vorausweisen.

  3. Neutraler Erzähler:

    Der Erzähler tritt selbst nicht in Erscheinung, sondern nimmt einen distanzierten, berichtenden Standpunkt ein.


Welche Darbietungsformen gibt es?

  1. Erzählbericht:

    Erzähler berichtet, was gerade geschieht (z.B.: Er betritt den Laden und schaut sich um.)

  2. Figurenrede:

    Der Erzähler lässt die Figuren zu Wort kommen. Das geschieht durch direkte oder indirekte Rede. Eine Form der direkten Rede ist der Dialog. (z.B.: 'Hey, was willst du denn hier?' rief Peter, als er erkannte, wer den Laden betrat. 'Ich suche meinen verlorenen Schatz' antwortete der Mann mit der tiefen Stimme.)

  3. Erzählerkommentar:

    Erzähler kommentiert das Geschehen (z.B.: Das hätte er besser nicht gesagt.)

  4. Innerer Monolog:

    Gedanken und Gefühle einer Person in der Ich-Form, Präsens (z.B.: Was soll ich jetzt tun? Wenn er erfährt, dass ich etwas mit der Sache zu tun habe, wird er mich umbringen.)

  5. Erlebte Rede:

    Gedanken und Gefühle einer Person in der Er-/Sie-Form, Präteritum (z.B.: Er merkte, wie ihn langsam die Geduld verließ. Am liebsten würde er ihm auf der Stelle den Hals umdrehen, doch stattdessen zwang er sich dazu, ruhig zu bleiben.)


Erzählperspektive

Gibt der Erzähler das Geschehen aus der Sicht einer der handelnden Figuren wieder, z.B. in Form eines inneren Monologs, handelt es sich bei der Erzählperspektive um die Innensicht,

Wird das Geschehen 'von oben' betrachtet, z.B. wenn der auktoriale Erzähler etwas berichtet, handelt es sich bei der Erzählperspektive und die Außensicht.


Erzählerstandort und Erzählhaltung:

Je nachdem, welches Erzählverhalten und welche Darbietungsform der Autor wählt, kann der Erzähler in einer gewissen Nähe oder Distanz zum Geschehen berichten. Seine Position nennt sich Erzählerstandort.

Die Erzählhaltung gibt an, was der Erzähler über das geschehen 'denkt' und wie er es bewertet. Er kann bestimmt Ereignisse z.B. ironisch oder kritisch betrachten und wiedergeben.





Stilmittel

Rhetorische Figur

Beispiel

Erklärung

Akkumulation

“Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

Aneinanderreihung von Wörtern (i.d.R. aus einem Wortfeld)

Allegorie

Gott Amor für Liebe

Übertragung abstrakter Begriffe oder Vorstellungen in konkrete Darstellungen (häufig Personifikation)

Anapher

"Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
Aufgestanden unten aus Gewölben tief."

Wiederholung von Wörtern oder Wortgruppen am Beginn verschiedener Verszeilen

Apostrophe

"Erklär mir, Liebe, was ich nicht erklären kann."

Direkte Anrede (des Lesers, einer fiktiven Person u. a.)

Alliteration

"mit Kind und Kegel"

Wiederholung der Anfangslaute in benachbarten Wörtern.

Antithese

"Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach."

Kontrastive Gegenüberstellung von Begriffen

Chiasmus

"(…) die Kunst ist lang, / Und kurz ist unser Leben“

Überkreuzstellung einander entsprechender Satzglieder

Ellipse

"Je früher (du wieder kommst), desto besser (ist es für mich)."

Auslassung eines Satzteils, das zum Verständnis der Satzes nicht unbedingt nötig ist

Epipher

"Doch alle Lust will Ewigkeit, / will tiefe, tiefe Ewigkeit!"

Wiederholung von Wörtern oder Wortgruppen am Versende

Euphemismus

Heimgang für Tod

Beschönigende Umschreibung

Hyperbel

"todmüde", "Ein Schneidergesell, ein niedlicher, kleiner junger Mensch, so dünn, dass die Sterne durchschimmern konnten"

Starke Übertreibung

Hypotaxe

"Derjenige, der denjenigen, der den Pfahl, der an der Brücke, die an der Straße, die nach Mainz führt, liegt, stand, umgeworfen hat, anzeigt, erhält eine Belohnung."

Satzkonstruktion mit vielen Nebensätzen

Ironie

"Du wirst mit Sicherheit ein großer Künstler."

Aussage, von der erkennbar das Gegenteil gemeint ist

Klimax

"Veni, vidi, vici" (= Ich kam, sah und siegte)

Steigerung vom Kleineren zum Größeren (umgekehrt: Antiklimax)

Metapher

"Baumkrone" (= Spitze des Baumes)

Bildliche Übertragung einer Bedeutung, die gedeutet werden muss

Oxymoron

"Eile mit Weile"

Verbindung zweier gegensätzlicher Worte

Paradoxon

"Dümmer als der Dümmste"

Widersprüchliche Aussage

Parallelismus

"Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?"

Paralleler Satzbau mehrerer Sätze oder Satzteile

Parataxe

"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser."

Aneinanderreihung von Hauptsätzen

Personifikation

"die Bäume wisperten im Dunkeln"

Vermenschlichung von nicht-menschlichen Dingen oder abstrakten Begriffen

Rhetorische Frage

"Ja was denkst denn du?"

Frage, bei der die Antwort bereits vorher klar ist

Symbol

Herz für Liebe

Bildlicher Ausdruck für ein Abstraktum, muss gedeutet werden

Synästhesie

"Golden weh'n die Töne nieder"

Verbindung verschiedener Sinneseindrücke

Vergleich

"ihr Haar glänzt wie Gold"

Vergleich von Begriffen durch 'wie'

Wiederholung

"Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen."

Wiederholung identischer Wörter



Wie schreibt man eine Analyse?

Egal, ob in Deutsch, Englisch oder Französisch, Analysen schreiben gehört immer dazu. Ob es sich dabei um eine Gedichtsanalyse, eine Redeanalyse oder eine Sachtextanalyse handelt, ist für den Aufbau erst Mal nicht entscheidend.

Das Wichtigste ist jedoch: behalte die Nerven und gerate nicht in Panik, dann klappt das analysieren auch!


Achtung: Manchmal sollst du den Text nur auf ein bestimmtes Kriterium analysieren, dann brauchst du keine Analyse über den ganzen Text schreiben!

Beispiel: Wie steht der Autor zum Thema Umweltschutz? → In dem Text wird es um Umweltschutz gehen, aber nicht alleine um die Meinung des Autors. Manchmal musst du auch zwischen den Zeilen lesen, um zu einer Lösung zu gelangen (Der Autor wird sicherlich indirekt seine Meinung wiedergeben und nicht direkt sagen 'meine Meinung zum Thema Umweltschutz ist...')


Grundsätzlich besteht eine Analyse immer aus drei Teilen; Einleitung, Hauptteil und Schluss.


Was gehört in die Einleitung einer Analyse?

In die Einleitung gehören der Name des Textes, die Textart (bei Dramen: zusätzliche Unterscheidung nach Komödie, Tragödie, Schauspiel), der Autor, das Erscheinungsjahr (bei Gedichten: die literarische Epoche) und ein kurzer Satz, der das Thema zusammenfassend erläutert. Es ist möglich, auch mehrere Sätze zur Themenangabe zu schreiben, wenn dadurch das gesamte Thema besser verdeutlicht wird. Wichtig ist nur, dass du keine ganze Zusammenfassung des Themas schreibst, es soll lediglich verdeutlicht werden, worum es in dem Text geht.


Beispiel Einleitungssatz:

Bei dem vorliegenden Text 'Wie schreibt man eine Analyse?' handelt es sich um einen Artikel von Mareike Utsch, welcher im Januar 2019 erschienen ist. Es wird erklärt, wie man Analysen verfasst.


Achtung: Manchmal kann man nicht alle Angaben im Text finden (z.B. das Erscheinungsjahr), diese musst du dann nicht mit aufschreiben. Der 'Einleitungssatz' kann aus mehreren Sätzen bestehen.


Einleitung einer Redeanalyse

In der Einleitung einer Redeanalyse beantwortest du 4 der 5 W-Fragen: Wer? (Wer spricht / hält die Rede?); Wann? (Wann wurde die Rede gehalten?); Wo? ( Wo wird die Rede gehalten?); Was? (1-2 Sätze zum Inhalt der Rede).

Zudem gehst du näher auf den Anlass der Rede ein und bestimmst den Redetyp. Der Redetyp lässt sich in 2 Kategorien unterteilen; Redeanlass und sprachliche Darstellung.

Die Rede kann z.B. eine Gerichtsrede, eine politische Rede oder eine Festrede/Trauerrede sein.

Die sprachliche Darstellung lässt sich ebenfalls noch einmal in Ausdruck, Darstellung und Appell unterteilen:

Ausdruck: expressive Rede, in der die Befindlichkeit des Redners im Mittelpunkt steht (z.B. bei einer Trauerrede)

Darstellung: darstellende Rede, in welcher der Gegenstand im Mittelpunkt steht (z.B. wissenschaftliche Vorträge)

Appell: appellative Rede, die unmittelbar an die Zuhörerschaft gerichtet ist und sie zu etwas auffordern will



Zusatz Gedichtsanalysen

Eine Gedichtsanalyse besteht neben Einleitung, Hauptteil und Schluss auch noch aus zwei weiteren Teilen; der Formanalyse und der Inhaltsangabe. Beide Teile stehen noch vor dem Hauptteil.



Die Formanalyse

Hier gehört alles zur äußeren Form des Gedichts rein: Anzahl der Strophen, Anzahl der Verse, Art der Reime, Metrum, Kadenz.


Welche Reimarten gibt es?

Paarreim: AA, BB, CC, usw.

Beispiel: Sommer der so fröhlich war, A

Er entlässt der Vögel Schar, A

Tausend Stare weiter ziehn, B

Tausend Lieder jetzt entfliehn. B


Haufenreim: AAA..., BBB..., usw.

Beispiel: Ein Vogel singt, A

Das Lied erklingt, A

Den Tag uns bringt. A


Kreuzreim: ABAB

Beispiel: Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen A

mit des Schuhs geheimnisvoller Spur, B

einen ersten schmalen Pfad zu schrägen, A

durch des Schneefelds jungfräulicher Flur - B


umarmender Reim: ABBA

Beispiel: Der Acker leuchtet weiß und kalt. A

Der Himmel ist einsam und ungeheuer. B

Dohlen kreisen über dem Weiher B

Und Jäger steigen nieder vom Wald. A


Schweifreim: AABCCB

Beispiel: Nun ruhen alle Wälder, A

Vieh, Menschen, Städt' und Felder, A

es schläft die ganze Welt, B

Ihr aber, meine Sinnen, C

auf, auf, ihr sollt beginnen, C

was eurem Schöpfer wohl gefällt. B


Was ist ein Metrum und welche Metren gibt es?

Ein Metrum bezieht sich darauf, wie ein Gedicht klingt. Beim Lesen eines Gedichts werden einzelne Wörter durch Betonung hervorgehoben und andere nicht. Innerhalb eines Wortes mit mehreren Silben, werden diese ebenfalls anders betont. Besonders beim lauten Lesen kann man so ein bestimmtes Muster von aufeinanderfolgenden Betonungen feststellen, das Metrum. Das Metrum hat nicht nur Auswirkungen auf die Struktur eines Gedichts, sondern kann auch zur Stimmung beitragen.


Jambus: unbetont – betont

Folgt auf eine unbetonte Silbe eine betonte, spricht man von einem Jambus (Plural: Jamben). Gibt es innerhalb eines Verses zwei betonte Silben, ist es ein zweihebiger Jambus (3 betonte Silben = dreihebig, 4 = vierhebig, usw.)


Trochäus: betont – unbetont

Der Trochäus (Plural: Trochäen) ist quasi die Umkehrung des Jambus: auf eine betonte Silbe folgt eine unbetonte. Auch hier lassen sich die Hebungen (Betonungen) wieder abzählen.


Daktylus: betont – unbetont – unbetont

Folgen auf eine betonte Silbe zwei unbetonte, heißt das Versmaß Daktylus (Plural: Daktylen). Die Anzahl der Hebungen lässt sich wie gewohnt bestimmen.


Anapäst: unbetont – unbetont – betont

Der Anapäst ist quasi die Umkehrung des Daktylus: auf zwei unbetonte Silben folgt eine betonte. Die Anzahl der Hebungen lässt sich wie gewohnt bestimmen.


Was ist eine Kadenz und welche Kadenzen gibt es?

Die Kadenz bezieht sich auf die allerletzte Betonung einer Silbe innerhalb eines Verses. Insgesamt gibt es zwei Arten von Kadenzen: Endet ein Vers auf einer betonten Silbe, d.h. auf die letzte Betonung folgt nichts mehr, spricht man von einer männlichen Kadenz. Folgt nach der letzten Betonung noch eine unbetonte Silbe, d.h. endet der Vers auf einer unbetonten Silbe, spricht man von einer weiblichen Kadenz.



Inhaltsangabe

Bevor es ans Analysieren geht, muss zunächst der Inhalt des zu analysierenden Gedichts wiedergegeben werden. Es handelt sich bei dieser Inhaltsangabe um eine kurze Zusammenfassung der einzelnen Strophen (Du kannst ruhig Strophe für Strophe vorgehen und den Inhalt erläutern). Wichtig ist nur, dass du nicht zu ausführlich bei deiner Zusammenfassung wirst; es soll lediglich verdeutlicht werden, worum es in den einzelnen Strophen geht. Alles, was sich nicht konkret auf den Inhalt bezieht und was du nur vermuten kannst, gehört in den Analyseteil.



Zusatz Analyse einer Dramenszene

Die Analyse einer Dramenszene besteht neben den drei üblichen auch noch aus zwei weiteren Teilen; der Einordnung der Szene in den Kontext (= Gesamtzusammenhang des Dramas) und einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung der Szene.


Die Einordnung der Szene in den Kontext

Hierbei geht es lediglich darum, dem Leser deiner Analyse verständlich zu machen, zu welchem Zeitpunkt diese Szene innerhalb des Dramas stattfindet.

Geschieht etwas im vorherigen Verlauf des Dramas, was Auswirkungen auf die Geschehnisse der zu analysierenden Szene hat, musst du das unbedingt aufschreiben.

Zudem solltest du kurz erwähnen, was unmittelbar nach der zu analysierenden Szene geschieht.


Die kurze inhaltliche Zusammenfassung der Szene

Hier geht es darum, in einigen prägnanten Sätzen den Inhalt der zu analysierenden Szene darzulegen. Du musst nicht zu weit ins Detail gehen, es soll lediglich eine Zusammenfassung dessen sein, war passiert. Gefragt ist: was passiert? Du musst nicht das gesamte Drama zusammenfassen, sondern nur die betreffende Szene! Alles, was du nur vermuten kannst gehört in den Analyseteil. Ebenso alles, was du durch die Frage 'Wie wird das Geschehen dargelegt?' brauchst du in der Zusammenfassung noch nicht.




Was gehört in den Hauptteil einer Analyse?

Häufig wird der Fehler begangen, dann anstelle einer Analyse eine (zweite) Zusammenfassung des Textes geschrieben wird, da man sich zu sehr auf den Inhalt konzentriert.

Im Analyseteil, also dem Haupt- und damit dem wichtigsten Teil, geht es aber allein um das wie und warum!


Du hast in der Einleitung bereits geschrieben, worum es geht; stelle dir also jetzt die Frage: Wie geht der Autor vor, um dieses Thema darzulegen?

Zudem kann man auch die Fragen stellen: Warum verwendet der Autor bestimmte Stilmittel, Formen, etc.? Wie wirkt der Text/bestimmte Stilmittel, Formen, etc. auf den Leser (Rede: Zuhörer)? Welche Intention verfolgt der Autor? Wie wird die Meinung des Autors zu diesem bestimmten Thema deutlich?

Stilmittel spielen in einer Analyse eine große Rolle. Sie werden dazu eingesetzt, um bestimmte Aussagen zu kräftigen/zu verdeutlichen etc. Wichtig: Du sollst die Stilmittel nicht nur benennen oder aufzählen, sondern beschreiben, warum der Autor sie verwenden und welche Wirkung sie erzielen (Wie wirkt das Stilmittel?). Stilmittel kann man entweder direkt mit in die Erläuterung einbringen, oder aber erst im Anschluss benennen.


Negativbeispiel: In Zeile 8 Verwendet der Autor eine Metapher. In Zeile 3 ist ein Klimax. Usw.

Positivbeispiel: Mit der in Zeile 8 verwendeten Metapher wird … besonders hervorgehoben. Man kann erkennen, dass der Autor sich immer mehr in das Thema hineinsteigert und seine Abneigung gegenüber … wird dabei deutlich. Hierzu wird ein Klimax verwendet.


Generell gilt: Es gibt keine falschen Analysen! (Auch wenn dein/e Lehrer/in das manchmal nicht ganz genauso sieht)

Solange du all deine Aussagen/Behauptungen/Thesen anhand des vorliegenden Textes belegen kannst, kannst du schreiben was du möchtest: Es geht darum, wie du einen Text verstehst, also um deine Interpretation. Du solltest allerdings schon noch im Bereich des Möglichen bleiben und keine allzu waghalsigen Thesen aufstellen, die nur schwer belegbar sind (Bedenke: Es gibt in jeder Arbeit einen Erwartungshorizont, der in etwa vorgibt, zu welchen Erkenntnissen man während der Analyse gelangen sollte).


Negativbeispiel: Text – Wir müssen uns zusammenschließen und gemeinsam gegen den Klimawandel vorgehen! / Analyse – Der Autor hätte gerne mehr Freunde. (Woran machst du das fest? Das hat mit dem Thema und damit dem Text nichts zu tun)

Positivbeispiel: Text – Wir müssen uns zusammenschließen und gemeinsam gegen den Klimawandel vorgehen! / Analyse – Der Autor zeigt, dass der Klimawandel zu einem so großen Problem geworden ist, das man alleine nicht mehr dagegen ankommt. Der Aufruf an die Zuhörer verdeutlicht zudem, dass der Klimawandel nicht nur das Problem eines Einzelnen ist, sondern alle davon betroffen sind und daher auch jeder dafür verantwortlich ist, etwas dagegen zu unternehmen.


Stelle immer wieder Bezug zum Text her: Sobald du eine These aufstellst, oder ein Stilmittel herausstellst, musst du in Klammern dahinter die Zeilen angeben, auf welche du dich gerade beziehst (Vgl. Z. 1-5, Vgl. Z. 7, usw. → bei Gedichten beziehst du dich natürlich auf Verse: Vgl. V. 1-3, Vgl. V. 7, usw.). Zudem kannst du Bezug zum Text herstellen, indem du direkt aus dem Text zitierst. Deine Zitate sollten allerdings sinnvoll sein und anschließend erläutert werden, es bringt dir nichts, nur den Text abzuschreiben!


Es gibt so viel zu analysieren, wo fange ich denn überhaupt an?

Bevor du anfängst zu schreiben, ist es hilfreich, den Text erst einmal in verschiedene Abschnitte zu gliedern, z.B. nach Thema, und sich Notizen am Rand zu machen. Suche anschließend nach Stilmitteln und kümmere dich erst dann um alles andere, was dir dazu noch einfällt.

Du kannst deiner Analyse auf mehrere Arten Struktur geben: Abschnitt für Abschnitt analysieren; nach Thema analysieren; dich erst auf Stilmittel und anschließend auf andere Besonderheiten fokussieren; erst grob analysieren und dann ins Detail gehen; usw.

Solange am Ende ein roter Faden erkennbar ist, stehen dir bei deiner Analyse alle Möglichkeiten offen.


Damit es einfacher wird, deinen Gedanken zu folgen, mache einen Absatz, sobald du einen neuen Gedanken aufschreibst, bzw. etwas neues analysierst.

Unnötige Wiederholungen erschweren das Lesen zusätzlich, daher nimm dir am Schluss deiner Analyse noch ein paar Minuten Zeit, um alles noch einmal zu überfliegen.



Besonderheiten Hauptteil Analyse einer Dramenszene

Hier geht es darum, genau herauszuarbeiten, wie sich die Charaktere verhalten uns interagieren. Dabei können Monologe, Dialoge und Bühnenanweisungen hilfreich, bzw. wichtig, sein.

Bei einer Dialoganalyse kannst du im Gegensatz zur Monologanalyse genau auf die Interaktion beider Gesprächspartner eingehen: Wie gehen die Gesprächspartner miteinander um? Wie verläuft das Gespräch? Dabei kannst du näher auf den Redeanteil, die Ausdrucksweise etc. eingehen.

Des Weiteren kannst du näher darauf eingehen, was die Personen erreichen wollen und ob sie es schaffen und wie sie sich während des Gesprächs fühlen.

In einer Monologanalyse konzentrierst du dich hauptsächlich auf die Gedanken und Gefühle der Person: Wie fühlt sich die Person? Warum ist das so? Was hat sie erlebt? Worüber denkt sie nach?

Oftmals verhalten sich Personen im Gespräch mit andern anders, als wenn sie alleine sind. Stelle heraus, woran das liegen könnte. Eine wichtige Frage zur Monologanalyse lautet ebenfalls: Trifft die handelnde Person in ihrem Monolog Entscheidungen, die Auswirkungen auf die spätere Handlung haben?



Besonderheiten Hauptteil Analyse epischer Texte

Zu epischen Texten zählen z.B. Romane.

Da man als Autor einer fiktiven Erzählung verschiedene Techniken anwenden kann, angefangen bei der Wahl der Erzählform und der des Erzählers, musst du deine Analyse dementsprechend anpassen.

Du untersuchst gezielt die Erzählform, das Erzählverhalten, die Erzählperspektive, den Erzählerstandort, die Darbietungsform und die Erzählhaltung (siehe Merkmale des Erzählens).

Dabei kannst du dir folgende Fragen stellen: Welche Auswirkungen hat die Wahl des Erzählers / der Erzählhaltung / etc. auf das Geschehen? Wieso verwendet der Autor gerade in dieser Situation diese Erzählform /Erzählperspektive / etc.? Wie wirkt das Geschehen durch die gewählte Erzählperspektive / Erzählform / etc.?



Besonderheiten Hauptteil Redeanalyse

Bei einer Redeanalyse gehst du ganz besonders auf die Beziehung zwischen Redner und Publikum ein. Diese kann entweder durch rhetorische Mittel oder durch gewählte Pronomenstrukturen verdeutlicht werden: Spricht der Redner das Publikum direkt an oder wird das Publikum nicht mit einbezogen?

Um am Schluss genau herausstellen zu können, welche Absicht der Redner verfolgt, musst du genau untersuchen, welchem Anlass die Rede gewidmet ist und und wie der Redner vorgeht, um das auszudrücken. Hierbei kannst vor allem auf die Argumentationsstruktur des Redners eingehen. Zudem lässt sich eine Rede meist in mehrere Abschnitte unterteilen. Stelle heraus, worum es in den einzelnen Abschnitten inhaltlich geht und welche Funktion diese im Gesamtzusammenhang der Rede besitzen.


Tipp: Die Argumentationsstruktur lässt sich vor dem Schreiben deiner Analyse herausfinden; ebenso die Unterteilung in Abschnitte sollte im Voraus erfolgen!



Was schreibe ich in den Schlussteil einer Analyse?

Du kannst deinen Schlussteil beispielsweise mit folgenden Formulierungen einleiten:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass... / Abschließend kann man sagen, dass...

Denn genau darum geht es im Schlussteil deiner Analyse: Eine abschließende Zusammenfassung. Schreibe deine wichtigsten Erkenntnisse nieder und formuliere kurze und prägnante Sätze. Du sollst nicht noch einmal deinen Analyseteil abschreiben, sondern nur zusammenfassen, was du herausgefunden hast (keine Wiederholung von Sätzen, welche du bereits im Hauptteil geschrieben hast). Manchmal lassen sich auch mehrere gewonnene Erkenntnisse unter einem Oberthema vereinen.


Besonderheiten Schlussteil Analyse einer Dramenszene

Wie bei anderen Analysen auch, fasst du im Schlussteil deiner Analyse einer Dramenszene alle wichtigen Ergebnisse noch einmal zusammen. Stelle dir jedoch zusätzlich die Frage: Warum ist diese Szene wichtig für das Drama? Stütze dich bei der Beantwortung auf deine gewonnenen Erkenntnisse.




Aufbau eines klassischen geschlossenen Dramas

Exposition (=Einführung des Zuschauers in Ort, Zeit, Handlung, Ausgangssituation; Hauptpersonen werden vorgestellt; der dramatische Konflikt wird angedeutet) → steigende Handlung → Höhepunkt → fallende Handlung → Katastrophe / Lösung